Wattstunden in Amperestunden umrechnen: Formel & Tabelle

Author: Larson Emma Published: Apr 30, 2024 Updated: Aug 11, 2026

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Inhaltsverzeichnis
    Larson Emma
    Emma Larson has more than 15 years of experience in the energy storage battery industry. At Vatrer, she researches and writes about lithium batteries and energy storage, translating technical information into clear, practical guidance that helps more people make better battery decisions.

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    Wattstunden lassen sich einfach in Amperestunden umrechnen, sobald die Nennspannung der Batterie bekannt ist.

    Die grundlegende Formel lautet:

    Amperestunden (Ah) = Wattstunden (Wh) ÷ Batteriespannung (V)

    Eine Batterie mit 1.280Wh und einer Nennspannung von 12,8V hat beispielsweise:

    1.280Wh ÷ 12,8V = 100Ah

    Die Spannung ist bei dieser Rechnung entscheidend. Dieselben 1.280Wh entsprechen bei 25,6V nur 50Ah und bei 51,2V 25Ah. Die gespeicherte Energiemenge bleibt jedoch in allen Fällen gleich.

    Diese Umrechnung ist besonders hilfreich beim Vergleich von Batterien für Wohnmobile, Boote, Solaranlagen, Golfcarts und autarke Stromsysteme.

    Formel zur Umrechnung von Wh in Ah

    Für die Umrechnung gilt:

    Ah = Wh ÷ V

    Die umgekehrte Formel lautet:

    Wh = Ah × V

    Eine LiFePO4-Batterie mit 12,8V und 200Ah speichert daher:

    12,8V × 200Ah = 2.560Wh

    Das entspricht einer Nennenergie von 2,56kWh.

    Was ist der Unterschied zwischen Wh und Ah?

    Wattstunden messen Energie

    Wh gibt an, wie viel elektrische Energie eine Batterie speichert beziehungsweise wie viel Energie ein Verbraucher benötigt.

    Für einen Verbraucher gilt:

    Wh = Watt × Stunden

    Ein Gerät mit 75W, das sechs Stunden betrieben wird, benötigt:

    75W × 6h = 450Wh

    Da Kühlschränke, Pumpen, Lampen, Ventilatoren, Fernseher und viele andere Geräte in Watt angegeben werden, eignet sich Wh sehr gut für die Planung eines Batteriesystems.

    Amperestunden beschreiben elektrische Ladung

    Ah wird häufig als Kapazitätsangabe auf Batterien verwendet.

    Die Angabe ist jedoch nur zusammen mit der Spannung wirklich aussagekräftig.

    Zum Beispiel:

    • 12,8V × 100Ah = 1.280Wh
    • 51,2V × 100Ah = 5.120Wh

    Beide Batterien haben 100Ah, aber die 51,2V-Batterie speichert viermal so viel Energie.

    Die Spannung verbindet Wh und Ah

    Bei derselben Energiemenge sinkt die erforderliche Ah-Zahl, wenn die Spannung steigt.

    Bei gleicher Ah-Zahl steigt dagegen die gespeicherte Energie mit der Batteriespannung.

    Deshalb ist Wh beziehungsweise kWh die bessere Vergleichsgröße, wenn Batterien mit unterschiedlichen Spannungen miteinander verglichen werden.

    Welche Spannung wird für die Wh-Ah-Berechnung verwendet?

    Verwenden Sie die Nennspannung der Batterie.

    Batterieklasse Typische LiFePO4-Nennspannung Typische Anwendung
    12V 12,8V Wohnmobil, Marine, kleine Solarsysteme
    24V 25,6V Marine und mittlere Batteriesysteme
    36V 38,4V Ausgewählte Mobilitäts- und Marineanwendungen
    48V 51,2V Golfcart, größere Solar- und Offgrid-Systeme

    Bei einer 12,8V-LiFePO4-Batterie kann die Ladespannung beispielsweise ungefähr 14,6V erreichen. Für die Umrechnung der angegebenen Batteriekapazität von Wh in Ah wird dennoch die Nennspannung verwendet.

    Auch die 230V-Ausgangsspannung eines Wechselrichters oder die Spannung eines Solarmoduls ist für diese Batteriekapazitätsrechnung nicht geeignet.

    Wh-in-Ah-Umrechnungstabelle

    Wattstunden 12,8V 25,6V 38,4V 51,2V
    640Wh 50Ah 25Ah 16,7Ah 12,5Ah
    1.280Wh 100Ah 50Ah 33,3Ah 25Ah
    2.560Wh 200Ah 100Ah 66,7Ah 50Ah
    5.120Wh 400Ah 200Ah 133,3Ah 100Ah
    10.240Wh 800Ah 400Ah 266,7Ah 200Ah

    Eine Batterie mit 5.120Wh entspricht bei 12,8V 400Ah, bei 51,2V dagegen nur 100Ah.

    Die 51,2V-Batterie speichert dadurch nicht weniger Energie. Die gleiche Energiemenge wird lediglich mit einer höheren Spannung dargestellt.

    Benötigte Ah anhand der Verbraucher berechnen

    Für Wohnmobil-, Solar- oder Offgrid-Systeme sollten Sie zunächst den tatsächlichen täglichen Energiebedarf berechnen.

    Tägliche Wh = Leistung des Verbrauchers × Betriebsstunden

    Verbraucher Leistung Tägliche Laufzeit Energieverbrauch
    Kompressorkühlschrank 60W 8 Stunden 480Wh
    LED-Beleuchtung 30W 5 Stunden 150Wh
    Lüfter 40W 6 Stunden 240Wh
    Gesamt 870Wh

    Bei einem 12,8V-System entspricht das:

    870Wh ÷ 12,8V ≈ 68Ah

    Diese 68Ah sind jedoch nur der theoretische tägliche Bedarf.

    Für ein zuverlässiges System sollte zusätzliche Kapazität für längere Laufzeiten, Umwandlungsverluste und Tage mit geringer Ladeleistung eingeplant werden.

    Batterielaufzeit mit Wattstunden berechnen

    Ein einfacher Batterielaufzeit-Rechner basiert auf:

    Laufzeit = nutzbare Wh ÷ Verbraucherleistung in Watt

    Eine Batterie mit 12,8V und 100Ah enthält:

    12,8V × 100Ah = 1.280Wh

    Bei einem Verbraucher mit 100W ergibt sich theoretisch:

    1.280Wh ÷ 100W = 12,8 Stunden

    In der Praxis kann die Laufzeit aufgrund von Temperatur, Wechselrichterverlusten, Leitungsverlusten, Alterung und Eigenverbrauch kürzer ausfallen.

    Wechselrichterverluste berücksichtigen

    Wer einen 230V-Verbraucher über einen Wechselrichter betreibt, kann nicht mit 100% Wirkungsgrad rechnen.

    Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 90%:

    1.280Wh × 0,90 = 1.152Wh

    Für einen 100W-Verbraucher ergibt sich damit vereinfacht:

    1.152Wh ÷ 100W = 11,52 Stunden

    Wenn der berechnete tägliche Energiebedarf bereits nahe an der Batteriekapazität liegt, kann eine größere Vatrer 12V LiFePO4-Batterie zusätzliche Reserve für Wohnmobil-, Marine- oder Solaranwendungen schaffen.

    Warum Wh für den Vergleich unterschiedlicher Spannungen besser ist

    Nennspannung Kapazität Gespeicherte Energie
    12,8V 100Ah 1.280Wh
    25,6V 100Ah 2.560Wh
    51,2V 100Ah 5.120Wh

    Die Ah-Zahl ist bei allen drei Batterien identisch, die gespeicherte Energie jedoch nicht.

    Vergleichen Sie Ah bei gleicher Systemspannung. Bei unterschiedlichen Spannungen sind Wh oder kWh aussagekräftiger.

    Nennkapazität und nutzbare Kapazität

    Entladetiefe

    Verschiedene Batteriechemien haben unterschiedliche empfohlene Betriebsbereiche.

    Bleibatterien werden häufig weniger tief entladen, um ihre Lebensdauer zu verlängern. LiFePO4-Batterien können in der Regel einen größeren Anteil ihrer angegebenen Kapazität regelmäßig bereitstellen, abhängig von Herstellerangaben und BMS-Grenzen.

    Temperatur

    Niedrige und hohe Temperaturen können die Batterieleistung beeinflussen.

    Bei Lithiumbatterien können insbesondere für das Laden bei niedriger Batterietemperatur Einschränkungen gelten. Niedertemperaturschutz oder integrierte Heizfunktionen können deshalb bei entsprechenden Einsatzbedingungen wichtig sein.

    Entladestrom

    Ausreichend Wh bedeuten nicht automatisch, dass eine Batterie jeden Verbraucher starten oder betreiben kann.

    Bei leistungsstarken Wechselrichtern, Pumpen, Kompressoren und Motoren muss auch geprüft werden, wie hoch der Dauerentladestrom und die BMS-Stromgrenze der Batterie sind.

    Häufige Fehler bei der Umrechnung von Wh in Ah

    Falsche Spannung verwenden

    Für eine 1.280Wh-Batterie mit 12,8V gilt:

    1.280Wh ÷ 12,8V = 100Ah

    Die 230V-Ausgangsspannung des Wechselrichters darf hier nicht eingesetzt werden.

    Ladespannung statt Nennspannung verwenden

    Die Batteriespannung verändert sich während des Ladens. Für die Umrechnung der angegebenen Nennkapazität wird die Nennspannung verwendet.

    Ah-Werte verschiedener Spannungen direkt vergleichen

    100Ah bei 12,8V enthalten deutlich weniger Energie als 100Ah bei 51,2V.

    mAh und Ah verwechseln

    1Ah = 1.000mAh

    20.000mAh entsprechen deshalb 20Ah.

    Bei 3,7V beträgt die Energie:

    20Ah × 3,7V = 74Wh

    Verluste nicht berücksichtigen

    Die mathematische Umrechnung berücksichtigt keine Verluste durch Wechselrichter, Leitungen, Eigenverbrauch, Temperatur oder Alterung.

    Eine reale Batterieanlage sollte deshalb nicht exakt auf den theoretischen Mindestwert ausgelegt werden.

    So bestimmen Sie die passende Batteriekapazität

    1. Leistung aller wichtigen Verbraucher in Watt notieren.
    2. Realistische tägliche Laufzeit schätzen.
    3. Wh-Verbrauch jedes Gerätes berechnen.
    4. Täglichen Gesamtverbrauch addieren.
    5. Wechselrichter- und Systemverluste berücksichtigen.
    6. Benötigte Wh durch die Nennspannung der Batterie teilen.
    7. Eine sinnvolle Reserve einplanen.
    8. Prüfen, ob Batterie und BMS den maximalen Strom liefern können.

    Fazit

    Wattstunden werden mit folgender Formel in Amperestunden umgerechnet:

    Ah = Wh ÷ V

    Eine Batterie mit 1.280Wh entspricht bei 12,8V 100Ah, bei 25,6V 50Ah und bei 51,2V nur 25Ah. Die gespeicherte Energie bleibt dabei identisch.

    Für Wohnmobile, Boote, Solaranlagen und Offgrid-Stromsysteme sollte zunächst der tägliche Energiebedarf in Wh ermittelt werden. Anschließend lässt sich dieser Wert anhand der Batteriespannung in Ah umrechnen. Danach sollten noch Wechselrichterverluste, Reservekapazität, Temperatur und maximale Strombelastung berücksichtigt werden.

    Vatrer bietet Lösungen von 12V-Systemen bis zu 48V-Lithiumbatterien für Golfcarts und Lithiumbatterien für Offgrid-Energiespeicher. Wer Spannung, Wh, Ah, nutzbare Kapazität und BMS-Leistung gemeinsam vergleicht, kann wesentlich besser beurteilen, welche Batterie tatsächlich zum eigenen Strombedarf passt.

    1 Kommentar

    Hallo,
    in der Formel steckt ein kleiner Fehler. Wenn man kW nimmt, muss auch die gleiche Größenordnung Volt verwendet werden, also kV oder alles in Watt und Volt.
    Beste Grüße
    D. Helbig

    Dieter Helbig | Aug 16, 2024

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